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NACHBARSCHAFTSINITIVE

AM NEUEN GARTEN

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Info

01 Info

Die Nauener Vorstadt wird weitgehend geprägt durch einen besonderen Gebäudetyp zwischen freistehender repräsentativer Villa und Mietshaus, der am Ende des 19. Jahrhunderts für Offiziere und höhere Beamte entstand und heute hochwertiges Wohnen bietet. Dieser Stadtteil mit einem geschlossenen Stadtbild von hoher Gestaltungsqualität beherbergt außerdem weitläufige Parkanlagen und das Schloss Cecilienhof, das unter anderem durch die Unterzeichnung des Potsdamer Abkommens 1945 weltbekannt wurde.

 

 

Am Rande des Neuen Gartens liegt die Meierei-Gaststätte mit Schaubrauerei, die im Sommer 2003 eröffnet wurde. Im Park ist das einmalige Marmorpalaismit seinem unvergleichlichen Blick auf den Heiligen See zu finden. Ebenfalls sehenswert sind die Russische Kolonie „Alexandrowka“ mit schönen Holzhäusern russischer Bauart und die Russisch–Orthodoxe Kirche auf dem Kapellenberg sowie das restaurierte Belvedere auf dem Pfingstberg mit einer herrlichen Aussicht über Potsdam und die Umgebung, bei klarem Wetter bis weit nach Berlin.

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02 Über uns

Wir wollen unsere Gemeinschaft stärken.

Durch die Nachbarschaftsinitiative lernen wir uns alle besser kennen, schaffen Vertrauen und ein soziales Netz, das im Alltag Sicherheit und Verbundenheit gibt.  

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Gemeinsam können wir unsere Lebensqualität verbessern.

Denn Initiativen können gemeinsam Dinge erreichen, die einzelne nicht schaffen: Verkehrsberuhigung, gepflegte Grünflächen, und gemeinsame Feste.

 

Als Mitglied der Initiative hast auch du die Möglichkeit mitzubestimmen!
Gestalte aktiv die Entwicklung unseres Viertels mit. Zusammen können wir Probleme frühzeitig anpacken und neue Ideen umsetzen. Bei Interesse, schreib uns gerne eine Mail.

03 Veranstaltungen

Wir organisieren übers Jahr verteilt viele schöne Feste und Zusammenkommen. Hier findest du die aktuellen Veranstaltungen

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Das Adventsfenster:
den gesamten Advent über öffnen Menschen für ihre Nachbarn ihre Fenster oder Vorgärten. Mal gibt es gemeinsames Singen, mal heißen Punsch und manchmal auch eine kleine Vorführung. Immer abends zw. 18 und 19 Uhr.

Veranstaltungen
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"Wenn Sie die Stadt sehen, wird sie Ihnen gefallen."

- König Friedrich II.  (über Potsdam)

Geschichte unseres Viertels

04 Geschichte unseres Viertels

 

 

Die nördliche Nauener Vorstadt -ein ruhiges, stadtnahes Wohngebiet zwischen Pfingstberg, Jungfernsee und Neuem Garten.

 

Plan der Residenzstadt Potsdam 1912 (Ausschnitt – Nauener Vorstadt)

1994 – nachdem der sowjetische Geheimdienst aus dem „Städtchen Nr. 7“ abgezogen war und die stählernen Tore, die das "Städtchen" bis dahin abgesperrt hatten, nach und nach geöffnet wurden, zeigte sich die nördliche Nauener Vorstadt in einem heruntergewirtschafteten Zustand: die Gebäude verwohnt, deren Installationen ruiniert, eingezogene Pappwände, in Bädern, Fluren und an Haussockeln grüne Ölfarbe und die Keller voller Müll. Anstelle der ehemaligen Garten- und Parkanlagen herrschte eine zaunlose Wildnis.

 

Das vom KGB als Sportanlage genutzte Mirbachwäldchen wurde von einer Straße  durchquert. Am östlichen Hang des Pfingstbergs waren mehrgeschossige Plattenbauten errichtet worden, während die Villa Quandt wegen Einsturzgefahr gesperrt war.

 

An der Kreuzung Große Weinmeisterstraße Ecke Glumestraße befand sich ein militärischer Appellplatz mit einer Mauer zur heutigen Evangelischen Schule hin. Auf der Mauer prangten die Ziffern 1941-1945; gegenüber - auf der Seite der Glumestraße - stand ein kleines Siegesmonument, von dem heute noch Reste vorhanden sind. Ein paar Schritte weiter lag hinter einer hohen Holzwand das KGB-Gefängnis versteckt.

 

Aber trotz Verfall und brachialer baulicher Hinzufügungen waren die Grundstruktur des Wohngebiets und die Grundsubstanz der historischen Gebäude so erhalten, dass - nach Abrissen von baulichen Fremdkörpern und mühevollen Instandsetzungen der Wohnhäuser und Villen - das Viertel heute wieder weitgehend den historischen Zustand zeigt.

 

Nach Rekonstruktion von Pomonatempel und Belvedere sowie Wiederherstellung des Pfingstbergparkes und des Mirbachwäldchens ist die idyllische Einbettung des Viertels zwischen Pfingstberg, Neuem Garten und Jungfernsee wieder erlebbar.

 

Die Bewohner des zu Beginn der 1870er Jahre entstandenen und kontinuierlich entwickelten Viertels waren bis nach dem Ersten Weltkrieg in großen Teilen kaisertreu und großbürgerlich. Neben einer Reihe von Mitgliedern der kaiserlichen Familie wohnten hier hofnahe Adlige; Großindustrielle und Bankiers besaßen am Jungfernsee ihre Sommerhäuser.

 

In der Bertinistraße bauten sich die Mendelssohns, Gutmanns, Hagens und Starks stattliche Villen auf weitläufigen Grundstücken zur Erholung vom hektischen Treiben in Berlin.Im Viertel gab es aber auch Bewohner, die sich gegen den Zeitgeist stellten - wie Moritz von Egidy, der wegen seiner radikal christlichen Haltung aus dem preußischen Militär ausgeschlossen wurde oder Johannes Lepsius, der sich im Ersten Weltkrieg für die durch die Türken verfolgten Armenier einsetzte.

 

Die Weimarer Zeit war durch ein Schwanken zwischen Preußennostalgie und Preußenkritik gekennzeichnet: einerseits die nostalgische Verehrung des Kronprinzen als einen Vertreter des abgedankten Kaiserhauses - der im Cecilienhof wohnte, andererseits eine kritische Sichtweise auf Preußen, die z. B. im Roman „Mädchen in Uniform“ zum Ausdruck kam - der im Augustastift an der Leistikowstraße spielt.

 

In der NS-Zeit gab es neben Hitlerverehrern, Opportunisten oder Duckmäusern eine Reihe aktiver Opponenten des Systems. Zu nennen sind hier Kurt von Plettenberg, Georg-Sigismund von Oppen, Ferdinand Freiherr von Lüninck und Albrecht Mertz von Quirnheim. Wenig bekannt ist auch, dass Claus Schenk Graf von Stauffenberg zeitweilig in der Höhenstraße wohnte.

Während ein Teil der Bewohner - insbesondere die "Neusiedler" in der von Estorffschen Siedlung- den Deutschen Christen zuneigten, behielten in der Pfingstgemeinde die Anhänger der Bekennenden Kirche die Oberhand.

 

Mitten im Viertel liegend stellt die Pfingstgemeinde, die auch während der DDR-Zeit ein ein aktives christliches Zentrum war, heute für viele Bewohner einen inhaltlichen und sozialen Mittelpunkt dar.

 

Nach der Vertreibung aller Einwohner durch Anordnung Stalins richtete 1945 der KGB im Viertel sein abgeschottetes Hauptquartier für Westeuropa ein. Damit versank das Viertel bis 1994 in nebelhaften Vermutungen der Potsdamer.

 

Heute - 18 Jahre nach dem verspäteten "Mauerfall" im Viertel - ist die nördliche Nauener Vorstadt eine Attraktion für Touristen und Potsdamer. Bemerkenswerte kulturelle Einrichtungen wie das Belvedere auf dem Pfingstberg, die Villa Quandt mit Fontanearchiv und Literaturbüro, die Gedenkstätte des KGB-Gefängnisses oder das Lepsiushaus bieten neben den umgebenden Schlössern Cecilienhof und Marmorpalais lohnende Ausflugsziele.

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Wenn Du Fragen, Ideen oder Wünsche hast, melde dich gerne bei uns!

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